March for Science: Was ist eigentlich Wissenschaft und wie steht es um deren Redlichkeit?

Von Uli Weber

Schauen wir zunächst einmal bei Wikipedia nach, was Wissenschaft eigentlich ist, Zitat mit Hervorhebungen:

Wissenschaft bezeichnet auch den methodischen Prozess intersubjektiv nachvollziehbaren Forschens und Erkennens in einem bestimmten Bereich, der nach herkömmlichem Verständnis ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen hervorbringt. Methodisch kennzeichnet die Wissenschaft entsprechend das gesicherte und im Begründungszusammenhang von Sätzen gestellte Wissen, welches kommunizierbar und überprüfbar ist sowie bestimmten wissenschaftlichen Kriterien folgt. Wissenschaft bezeichnet somit ein zusammenhängendes System von Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen, das strengen Prüfungen der Geltung unterzogen wurde und mit dem Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist.“

Wissenschaft ist also ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen, das  überprüfbaren Kriterien folgt und mit dem Anspruch objektiver und überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist. Von daher ist es äußerst lobenswert, wenn der Verein „March for Science e.V.” alljährlich zu einem Marsch zum Schutze der Wissenschaft aufruft. In einer Pressemitteilung vom 4.5.2019 heißt es dort, Zitat mit Hervorhebungen:

Weltweit gingen am heutigen Samstag, den 4. Mai, wieder Menschen beim “March for Science” auf die Straße. Auch in Deutschland fanden in 8 Städten Kundgebungen statt, um für die Freiheit der Wissenschaft zu demonstrieren und eine Politik einzufordern, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert

Ein thematischer Schwerpunkt war bei allen Veranstaltungen der Klimawandel. Rednerinnen und Redner betonten die Verantwortung der Politik, die Berechnungen der Wissenschaft ernst zu nehmen. Einige der Demonstrationen waren unter Beteiligung von “Fridays for Future” organisiert worden.

Weitere Themen waren die anhaltende Wissenschaftsskepsis in der Gesellschaft, der zunehmende Einfluss von Verschwörungstheorien und die Bedrohung des demokratischen Diskurses durch den Populismus.“

Auch hier auf KalteSonne wird immer wieder ein zunehmender Einfluss von Verschwörungstheorien auf die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft problematisiert und dazu aufgefordert, sich an belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren, nachfolgend einige Beispiele aus jüngerer Zeit:

BEISPIEL 1: Am 26. Januar 2019 erschien hier auf KalteSonne der Artikel „‚Faktenwäsche‘?“ über eine wissenschaftliche Veröffentlichung von Bevis et al. (2019) zur Gletscherschmelze auf Grönland, deren veröffentlichte Daten das Gegenteil ihrer Aussage beweisen, Zitat: „Aus den Diagrammen A bis D von Bevis et al. (2019) lässt sich ableiten, dass sich der Masseverlust des Grönlandeises entgegen dem vorausberechneten Trend seit 2013 erheblich vermindert hat.“

BEISPIEL 2: Am 14. April 2019 erschien hier auf KalteSonne der Artikel „Gletscherschwund: Hätten Sie’s gemerkt?“ über eine aktuellen Arbeit von Zemp et al. (2019) zu Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg, in der die Autoren im Abstract das emotionale Erlebnis getanzt hatten, ihre Schlussfolgerungen würden nahelegen, der Gletscherschwund könne größer sein als bisher berichtet wurde – und zwar ohne diese Aussage durch nachprüfbare Fakten eindeutig bewiesen zu haben.

BEISPIEL 3: Am 28. April 2019 erschien hier auf KalteSonne der Artikel „The-never-ending-story: Das Kohlenstoffdioxid und der natürliche Klimawandel“ über eine Arbeit von Willeit et al. (2019), in der eine Kombination aus Regolith-Abtrag und einer allmählichen Absenkung des atmosphärischen CO2-Gehalts die Klimaentwicklung des Quartärs bestimmt haben soll. Die Autoren stellen in ihrem Regolith-CO2-Modell  aber die Transientenantwort für den paläo-atmosphärischen CO2-Gehalt (dort Abb. 2D) deutlich überzeichnet dar, während der zugehörige Transienten-Temperaturverlauf (dort Abb. 2F) gegenüber den dargestellten Paläotemperaturen stark reduziert wird. Mit einem mittleren paläo-atmosphärischen CO2-Gehalt um ca. 280 ppm bei einem DeltaT größer 2°C, wie es die Paläodaten für 3 Millionen Jahre tatsächlich nahelegen, ist ein alleiniger „natürlicher“ CO2-Paläoantrieb dagegen völlig unmöglich.

Der am 20. April 2019 hier auf KalteSonne erschienene Artikel „Die politische Klimawissenschaft: ‚Illi omnia experti‘“ fasst die Situation in der Klimawissenschaft folgendermaßen zusammen, Zitat:

Fazit: Das bekannte „illi omnia experti“ aus Caesars „De bello Gallico” bedeutet nicht etwa, dass die dort Genannten alle Experten gewesen wären, sondern vielmehr, dass jene lediglich alles versucht hatten. Und genau so ist das auch mit den klimapolitischen „Experti“, denn sie versuchen alles, um einer globalen Klimareligion zum Durchbruch zu verhelfen. Es handelt sich also gar nicht um Klimawissenschaftler, sondern um klimareligiöse Missionare – und sie missbrauchen die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft geschickt als Vehikel zur Verbreitung ihrer Klimaideologie. Denn ausgerechnet die modernen Naturwissenschaften waren einstmals ein wesentliches Instrument der Aufklärung, die uns schließlich von einem streng religiös geprägten Absolutismus befreit hatte…“

Ein internationaler „March for Science” ist heute also mehr denn je nötig, um ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen über die Klimagenese auf unserer Erde einzufordern, das  überprüfbar den wissenschaftlichen Kriterien folgt und den Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit erfüllt. Julia Krohmer von der Senckenberg Gesellschaft, die zu den Organisatoren des “March for Science” am 4. Mai 2019 in Frankfurt gehörte, wird in der Hessenschau folgendermaßen zitiert:

Wir möchten, dass die Wissenschaft Grundlage unserer Entscheidungsprozesse ist und nicht ein Bauchgefühl oder Meinungen.”

Dieser Aussage können wir uns vollumfänglich anschließen, denn sonst würde mehr als nur die Reputation der Wissenschaft zugrunde gehen. Bauchgefühl und Meinungen sind lediglich Teile einer gesellschaftlichen Meinungsbildung. Solche Meinungsbilder werden dann gegebenenfalls von politischen Parteien aufgenommen, weiterentwickelt und zur Wahl gestellt, um politische Mehrheiten zu erringen. Und die Aufgabe von gewählten Politikern ist es dann, diese Meinungsbilder im Einklang mit der Verfassung und den geltenden Gesetzen gesellschaftspolitisch umzusetzen. Die freie Wissenschaft, die von der Gesellschaft vorbehaltlos alimentiert wird, ist damit die einzige unabhängige Institution, die einen solchen gesellschaftspolitischen Prozess mit überpersönlichen und belegbaren Fakten begleiten kann.

Wir hatten hier eingangs festgestellt, was Wissenschaft ist und in der Folge nachgewiesen, dass diese strengen wissenschaftlichen Kriterien in der Klimawissenschaft nicht immer ganz seriös eingehalten werden, sondern durchaus in Bauchgefühl oder gar Meinungen eskalieren können. So gibt es beispielsweise auch keinen 97%-Konsens in der Klimawissenschaft, die Mittelalterliche Wärmeperiode war gar kein auf Europa beschränktes Ereignis, sondern ist global nachweisbar, und es gibt auch keinerlei Beweise für ein globales Artensterben von apokalyptischen Ausmaßen. Aus dem Bauchgefühl demokratisch nicht legitimierter nichtstaatlicher und überstaatlicher Organisationen heraus könnte sich also mittels einer zielgerichteten klimareligiösen Meinungsverbreitung ganz leicht ein gesellschaftspolitischer Teufelskreis entwickeln, der uns immer weiter von einer rationalen ökologischen und ökonomischen Politik zum Wohle der Menschen in unserem Lande entfernt.

Die Redlichkeit von wissenschaftlicher Klimaforschung wäre daher mit Sicherheit ein lohnendes Thema für den „March for Science“ im Jahre 2020…

 

Neue Sicherheitsrisiken durch extreme Dekarbonisierung

Michael Krüger im Januar 2019 im Science Skeptical Blog:

Der Greta-Thunberg-Effekt
Greta Thunberg (* 3. Januar 2003) ist eine schwedische Klimaschutzaktivistin. Sie ist die Tochter der Opernsängerin Malena Ernman und des Schauspielers Svante Thunberg. Nach eigenen Angaben beschäftigte sie sich im Alter von acht Jahren erstmals mit dem menschengemachten Klimawandel und begann ihr Klimaschutzengagement zunächst damit, zur Energieeinsparung im Haus die Beleuchtung auszuschalten. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren, ebenso überzeugte sie ihre Familie davon. Im Alter von 11 Jahren wurde sie durch die Beschäftigung mit dem menschengemachten Klimawandel depressiv und hörte auf zu sprechen und zu essen. Anschließend wurden bei ihr das Asperger-Syndrom, Zwangsstörungen sowie selektiver Mutismus diagnostiziert.

Weiterlesen im Science Skeptical Blog

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Clive Best hat die Klimamodellprognosen (CMIP5 mit RCP Emissionsszenarien) mit den realen Temperaturmessungen (HadCRUT 4.6, rote Linie) verglichen:

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Welche Sicherheitsrisiken birgt starke “Dekarbonisierung”? Eine Menge, findet die angehangene Arbeit von Mirumachi et al. 2019:

Unveiling the security concerns of low carbon development: climate security analysis of the undesirable and unintended effects of mitigation and adaptation
In debates of climate action, low carbon development has been widely advocated as an opportunity arising from climate change. This paper problematizes low carbon development, arguing that there are undesirable, unintended or perverse effects that give rise to distinct and serious security concerns. The literature on climate security has addressed the effects of climate threats on conflict but there is a notable paucity of research analysing the security implications of responses to climate change in the form of low carbon development. The paper presents critical analysis of the ways low carbon development yields new security concerns as well as entrenching existing ones. Five dimensions of security are examined: spatially uneven effects of low carbon development; violent imaginaries of the global south and the production of ‘ungoverned spaces’; non-violent yet harmful instances of conflict; marginalization and dispossession; depoliticized, techno-managerial effects of resilience. The paper shows that climate (in)security manifests in variegated ways between different populations and spatial scales. Consequently, how, when for whom low carbon development becomes a threat or opportunity is socially constructed and deeply political.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz wagte Ende 2018 eine Prognose für 2019 (hier und hier):

Was Arnold Vaatz für 2019 voraussagt

[...] Die Ökologisierung aller Politikbereiche wird man weiter bis ins Groteske vorantreiben. Je mehr sich unsere Energiewende als europäische Geisterfahrt entpuppt, je verbissener wird man an ihr festhalten. Immer ungezügelter wird sich die Wut auf das Auto als Inkarnation des Weltuntergangs Bahn machen. Von Fahrverboten bis zur allgemeinen Freigabe der Autos zum Abfackeln – und das nicht nur in der Nacht zum ersten Mai – ist es nur noch ein kleiner Schritt. [...]

Ganzen Beitrag hier und hier lesen.

 

Überraschung in Oregon: Forellen- und Salamander-Populationen erholen sich von Dürren innerhalb weniger Jahre

Pressemitteilung der Oregon State University aus dem Januar 2019:

Trout, salamander populations able to quickly bounce back from severe drought conditions

Populations of coastal cutthroat trout and coastal giant salamanders in the Pacific Northwest show the ability to rebound quickly from drought conditions, new research by Oregon State University suggests.

The findings, published in the journal Hydrobiologia, indicate that the fish and salamander populations can get back to predrought form within just a few years. That’s important because climate change is anticipated to make drought years such as the one in this study – 2015 – occur more frequently, and the resilience of these dominant stream predators suggests they will be able to persist as long as the droughts do not occur many years in a row. “What we found buys us time to try to fix climate change as best we can or at least keep it where it is right now,” said study co-author Dana Warren, an OSU faculty member in the College of Agricultural Sciences and the College of Forestry. “If we can do that, the populations in these headwater streams will be fairly resilient, but if not, they’ll clearly be more threatened.”

The drought conditions of 2015 occurred in the study streams because there was limited snowpack in the winter and spring that resulted in low stream flows that started a lot earlier than usual, said corresponding author Matthew Kaylor, a graduate fellow in fisheries and wildlife in the College of Agricultural Sciences. “That led to much lower flows throughout the summer,” Kaylor said. “Assessing impacts to the drought provided an insight into how these populations may react to changing conditions in the future since climate models suggest lower snowpack and lower summer stream flow.”

Trout and salamanders in the nine Cascade Mountain headwater streams from this research – part of a long-term study site – were both negatively affected by the hot, dry summer of 2015, though they responded differently. Adult trout numbers were down in 2015 compared to 2014, which had conditions closer to historic norms. “Stream conditions would suggest that increased mortality was the likely factor leading to lower numbers of fish during the drought,” Kaylor said. “However, we can’t actually say for sure with our data. Disentangling mortality versus movement to other habitats during droughts is a question we would like to tackle in the future.” Salamanders did not show any consistent changes in abundance across the nine sites in 2015, but their body condition declined in all study streams. As with trout abundances, the salamander populations were all back in predrought shape within a year or two.

“The trout and salamanders recovered quickly, which is important as we look into the future,” Kaylor said. “In these cool streams, if drought conditions persist over multiple years, that’s probably bad news for the trout and salamanders, but if they’re more sporadic, then those populations may be resilient.” Interestingly, juvenile trout didn’t appear to be negatively affected by the 2015 drought – they were in fact bigger in all streams during the drought year. “Young fish responded differently than adults, possibly because temperatures were warmer, which led to earlier hatching and faster growth, ” Warren said. “But it also could be because there were fewer adult trout to compete with. Either way, the response of the young fish was likely critical in promoting abundance recovery the following years for most sites.”

Also of note: Contrary to what the researchers had expected, stream temperature was not strongly associated with how trout and salamanders responded to the drought. “All of the streams we sampled were relatively cool and generally remained below the temperatures that would cause stress,” Kaylor said. “Stream pool habitat was important for trout, though. Stream sections with more deep pools showed smaller reductions in trout abundance and biomass.” Added Warren: “We know that habitat features like pools are important when they’re creating areas of flow refuge and areas of terrestrial predator refuge. Those same pools appear to be important in insulating a system against drought as well.”

The one stream where the fish population didn’t return to its predrought status was “an isolated stream near the edge of fish distribution,” he said. “That site is illustrative of the type of system that’s most vulnerable,” Warren said. “At that site salamanders have done well, but the trout haven’t come back, and that gives a hint about the kinds of streams we really do need to be concerned about versus the ones that may be more resilient. Location is important, not just stream size or habitat.” For the next few decades, Warren points out, droughts like 2015’s won’t happen all the time. “We’ll get them periodically, and that periodicity is likely to increase, but it’s not like a switch will flip to a new normal,” he said. “We will get to that new normal, though, if nothing changes.”

The National Science Foundation, the U.S. Department of Agriculture, the U.S. Forest Service, the HJ Andrews Experimental Forest, and Oregon State University supported this research.

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Die Anzahl der extremklimabedingten Todesfälle ist in den letzten 100 Jahren in der Welt stark zurückgegangen, wie eine Graphik von Bjorn Lomborg auf Basis der International Disaster Database zeigt:

Quelle: Bjorn Lomborg via WUWT.

 

Judith Curry: Attribution der modernen Erwärmung muss auf den Prüfstand

Marijn Poels im Gesräch mit Judith Curry:

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Lesenswerte Analyse von Judith Curry aus dem Januar 2019:

A careful look at the early 20th century global warming, which is almost as large as the warming since 1950.  Until we can explain the early 20th century warming, I have little confidence IPCC and NCA4 attribution statements regarding the cause of the recent warming. [...] 

In order to have any confidence in the IPCC and NCA attribution statements, much greater effort is needed to understand the role multi-decadal to millennial scales of internal climate variability. Much more effort is needed to understand not only the early 20th century warming, but also the ‘grand hiatus’ from 1945-1975.  Attempting to attribute these features to aerosol (stratospheric or pollution) forcing haven’t gotten us  very far.  The approach taken by Xie’s group is providing important insights.

Once we do satisfactorily explain these 20th century features, then we need to tackle the 19th century — overall warming, with global sea level rise initiating ~1860, and NH glacier melt initiating ~1850.   And then we need to tackle the last 800 years – the Little Ice Age and the ‘recovery’. (See my previous post 400 years(?) of global warming).  The mainstream attribution folk are finally waking up to the importance of multidecadal ocean oscillations — we have barely scratched  the surface re understanding century to millennial scale oscillations, as highlighted in the recent Gebbie and Huybers paper discussed on Ocean Heat Content Surprises.

There are too many climate scientists that expect global surface temperature, sea ice, glacier mass loss and sea level  to follow the ‘forcing’ on fairly short time scales.  This is not how the climate system works, as was eloquently shown by Gebbie and Huybers.  The Arctic in particular responds very strongly to multidecadal and longer internal variability, and also to solar forcing. Until all this is sorted out, we do not have a strong basis for attributing anything close to  ~100% of the warming since 1950 to humans, or for making credible projections of 21st century climate change.

Ganzen Beitrag bei Judith Curry lesen.

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Terry Etam am 22. Mai 2019 in boereport.com:

When serious climate-change news is funnier than satire, is it the end of the world or the rebirth of common sense?

[...] So, what happened was that I noticed a tweet in the endless stream from one of the sharpest minds I’ve encountered on the web, a fearless jouster known as DawnTJ90. She (I assume, who knows) posted a link to a story about how climate change is making sharks right handed. I marvelled in a quick comment that these parody sites are getting very creative and funny. Then I followed the link, read the story, and realized that it was serious – yet another group of grant-harvesters was “studying” this climate-change consequence and had actually published research on it, with a straight face. [..] This mass hysteria isn’t unprecedented; in fact, mob rule is a common human habit that has popped up through the ages. We are steps away from another mob takeover, a potentially massive one; we have loons gluing themselves to roadways in Europe to protest something or other (despite the sounds coming out of their mouths, they aren’t protesting for what they say they are, or they would never fly or use fossil fuels again). Other vacuous climate-saving tacticians climb over pipeline-facility fences to mindlessly start turning valves, which they apparently believe to be some sort of earth thermostat. [...] While that is going on, the public will reach the crossover point, just as I did, where it can no longer tell the difference between parody and the news. We are very close. At that point, the world will smell a rat with respect to all the climate doom predictions, once people realize that they aren’t dying as quickly as they are supposed to be, that their world has not been turned into a desert or been submerged, and that shark bites feel exactly the same whether the beast throws with its right fin or left. [...]

Ganzen Beitrag hier lesen.

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Yale-ProfessorJustin Farrell gibt in einer Pressemitteilung Tips, wie man Kritik am Klimaalarm verhindert. Er empfiehlt, gegen die Person anzugehen, anstatt sich nur auf die Argumente zu konzentrieren. Desweiteren schlägt er Gerichtsverfahren vor und Attacken gegen die Finanzierung von kritischer Forschung. Unglaublich, dass ein solcher Mann so offensichtlich gegen die freie Wissenschaft argumentieren kann, ohne dass seine Universität ihn zurückpfeift. Ein weiterer Schritt hin zur Gleichschaltung der Kimawissenschaften. Farrell hatte bereits früher Untersuchungen durchgeführt, die von Greenpeace mit Kusshand verwendet wurden. Über die mächtige IPCC-nahe Durchreichestiftung “European Climate Foundation” sagt die Pressemitteilung übrigens nichts.

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Pressemitteilung der Oregon State University aus dem Januar 2019:

Trout, salamander populations able to quickly bounce back from severe drought conditions

Populations of coastal cutthroat trout and coastal giant salamanders in the Pacific Northwest show the ability to rebound quickly from drought conditions, new research by Oregon State University suggests.

The findings, published in the journal Hydrobiologia, indicate that the fish and salamander populations can get back to predrought form within just a few years. That’s important because climate change is anticipated to make drought years such as the one in this study – 2015 – occur more frequently, and the resilience of these dominant stream predators suggests they will be able to persist as long as the droughts do not occur many years in a row. “What we found buys us time to try to fix climate change as best we can or at least keep it where it is right now,” said study co-author Dana Warren, an OSU faculty member in the College of Agricultural Sciences and the College of Forestry. “If we can do that, the populations in these headwater streams will be fairly resilient, but if not, they’ll clearly be more threatened.”

The drought conditions of 2015 occurred in the study streams because there was limited snowpack in the winter and spring that resulted in low stream flows that started a lot earlier than usual, said corresponding author Matthew Kaylor, a graduate fellow in fisheries and wildlife in the College of Agricultural Sciences. “That led to much lower flows throughout the summer,” Kaylor said. “Assessing impacts to the drought provided an insight into how these populations may react to changing conditions in the future since climate models suggest lower snowpack and lower summer stream flow.”

Trout and salamanders in the nine Cascade Mountain headwater streams from this research – part of a long-term study site – were both negatively affected by the hot, dry summer of 2015, though they responded differently. Adult trout numbers were down in 2015 compared to 2014, which had conditions closer to historic norms. “Stream conditions would suggest that increased mortality was the likely factor leading to lower numbers of fish during the drought,” Kaylor said. “However, we can’t actually say for sure with our data. Disentangling mortality versus movement to other habitats during droughts is a question we would like to tackle in the future.” Salamanders did not show any consistent changes in abundance across the nine sites in 2015, but their body condition declined in all study streams. As with trout abundances, the salamander populations were all back in predrought shape within a year or two.

“The trout and salamanders recovered quickly, which is important as we look into the future,” Kaylor said. “In these cool streams, if drought conditions persist over multiple years, that’s probably bad news for the trout and salamanders, but if they’re more sporadic, then those populations may be resilient.” Interestingly, juvenile trout didn’t appear to be negatively affected by the 2015 drought – they were in fact bigger in all streams during the drought year. “Young fish responded differently than adults, possibly because temperatures were warmer, which led to earlier hatching and faster growth, ” Warren said. “But it also could be because there were fewer adult trout to compete with. Either way, the response of the young fish was likely critical in promoting abundance recovery the following years for most sites.”

Also of note: Contrary to what the researchers had expected, stream temperature was not strongly associated with how trout and salamanders responded to the drought. “All of the streams we sampled were relatively cool and generally remained below the temperatures that would cause stress,” Kaylor said. “Stream pool habitat was important for trout, though. Stream sections with more deep pools showed smaller reductions in trout abundance and biomass.” Added Warren: “We know that habitat features like pools are important when they’re creating areas of flow refuge and areas of terrestrial predator refuge. Those same pools appear to be important in insulating a system against drought as well.”

The one stream where the fish population didn’t return to its predrought status was “an isolated stream near the edge of fish distribution,” he said. “That site is illustrative of the type of system that’s most vulnerable,” Warren said. “At that site salamanders have done well, but the trout haven’t come back, and that gives a hint about the kinds of streams we really do need to be concerned about versus the ones that may be more resilient. Location is important, not just stream size or habitat.” For the next few decades, Warren points out, droughts like 2015’s won’t happen all the time. “We’ll get them periodically, and that periodicity is likely to increase, but it’s not like a switch will flip to a new normal,” he said. “We will get to that new normal, though, if nothing changes.”

The National Science Foundation, the U.S. Department of Agriculture, the U.S. Forest Service, the HJ Andrews Experimental Forest, and Oregon State University supported this research.

 

Recherche-Panne auf welt.de: Das fabrizierte spanische Dürre-Drama

Michael Krüger wundert sich im Science Skeptical Blog über seltsam konstruierte Zusammenhänge:

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schließt einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Schneemassen in den Alpen und dem Klimawandel nicht aus!

hier lesen.

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Kait Bolongaroam 23. April 2019 in der Welt:

Klimawandel: „Bald wird das ganze Jahr über Sommer sein“
Spanien, Europas „Obstkorb“ steht vor einem riesigen Problem: Wenn die Vorhersagen der Klimaforscher eintreffen, wird ein großer Teil des fruchtbaren Bodens der Wüste weichen. Die Landwirte versuchen verzweifelt, dagegenzuhalten. La Junquera im Südosten Spaniens erinnert inzwischen an eine Geisterstadt. Viele Bewohner haben das Dorf bereits verlassen. Der Grund ist offensichtlich: Die Wüste kommt immer näher, breitet sich immer weiter aus.

Wieder ein absolutes Alarmpaper. Die Autorin besitzt dramatische Lücken hinsichtlich der spanischen Klimageschichte. Eine naturwissenschaftliche Ausbildung scheint sie nicht zu besitzen. Siehe:

Rästelhafte Dürregeschichte Spaniens während der vergangenen 300 Jahre

Neue Studien geben Entwarnung: Europäische Dürren noch vollständig im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite

35-köpfige EU-Forschergruppe: Dürren im Mittelmeerraum stark an Sonnenaktivitätsschwankungen gekoppelt. Aber schade, die Presse interessiert es nicht

Neues Paper in Climatic Change: Heutige Niederschläge im Mittelmeergebiet noch immer im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite

 

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Vera Lengsfeld in Die Freie Welt am 11. Januar 2019:

Das Nazi-Klima macht, was es will
Als ich heute morgen mit meinen Hunden spazieren ging, leuchtete ein azurblauer Himmel durch die Baumkronen, umrandet von weißen Wolken, deren Rand die Sonne weißgold glänzen ließ. Der Pulverschnee auf den Zweigen und auf dem Boden verwandelte die winterliche Kahlheit in einen Märchenwald. Ein leichter Frost komplettierte den perfekten Wintermorgen, der mir spontan Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz und Suche Freud“ in den Sinn brachte, auch wenn jetzt nicht die liebe Sommerszeit ist.

Und dann komme ich nach Hause und muss die Horrormeldungen der Qualitätsmedien zur Kenntnis nehmen, die sich nicht wieder einholen können, weil es Winter geworden ist. Ach ja, laut unserer Propagandisten der Erderwärmung wie Mojib Latif, soll es Winter gar nicht mehr geben. Der “Klimaexperte“ verkündete im Jahr 2000 auf Relotius-Online: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee, wie vor zwanzig Jahren, wird es in unseren Breiten nicht mehr geben.“

Weiterlesen auf Die Freie Welt

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Anastasios Tsonis von der University of Wisconsin-Milwaukee ist jetzt pensioniert. JoNova erklärt, weshalb Tsonis den Klimaalarmismus skeptisch sieht.

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University of Cambridge am 15. Januar 2019 (via Science Daily):

Climate change during ancient Indus Civilization
Differentiating summer and winter rainfall in South Asia around 4.2 ka climatic ‘event’

Climate change has the potential to have affected ancient civilizations by spurring migrations and changes in cropping strategies, and these questions are increasingly relevant as we look at how modern civilization is coping with climate change today.

An article published today in a special issue of Climate of the Past on the “4.2 ka BP climatic event” provides rich insights into how rainfall in the northwest of South Asia changed over the critical period between 5400 and 3000 years ago.

The marine sediment core known as 63KA was taken close to the mouth of the Indus River delta and holds important and intriguing information about past changes in river discharge and depth of ocean stratification. The discharge of the Indus River is directly linked to the amount of summer rainfall. Ocean mixing depth is related to the strength of winds and evaporation over the Arabian Sea during wintertime that, in turn, correlates with winter precipitation over northwestern India. Three species of planktonic foraminifera with distinct ecological niches have been used to track relevant changes in salinity and temperature by measuring the oxygen isotopes from their calcareous shells, which produce a synchronous record of summer and winter monsoon strength.

Work on samples from this marine core attracted wide interest in 2003 when a summer monsoon mega-drought around 4.2 thousand years ago was related to cultural transformations of the Indus Civilization, which had an urban phase spanning from c.4.5-3.9 thousand years ago.

Prof. Michael Staubwasser from the University of Cologne, who was lead author of the 2003 paper and is co-author on the latest research, safeguarded samples from this core for over 20 years. “We always thought there might be more valuable information left in these samples,” he says, “and we can now see that it is possible to track both summer and winter precipitation from the same core.”

The new results point to a 200-year period of abnormally strong winter precipitation between c.4.5-4.3 thousand years ago, and after this, winter and summer rainfall both decreased to a minimum at c.4.1 thousand years ago.

“Humans are completely dependent on constant access to water. The possibility of a simultaneous decrease in winter precipitation by 4.1 thousand years ago completely changes the picture of year-round water availability in this region. A shift from plentiful winter rain to the totally opposite extreme, in combination with summer monsoon rains that were already declining, will have had a dramatic impact upon the people living in this region,” says Alena Giesche, lead author on the new publication and PhD candidate in Earth Sciences at the University of Cambridge.

Climatic changes during this time period coincide with important cultural changes in the Indus Civilization, which saw the culmination of a process of deurbanisation by c. 3.9 thousand years ago. “This finding has important implications for our understanding of the Indus Civilization, particularly our interpretation of changes in settlement patterns and cropping strategies. There was clear decline in the major urbanized centres, but there was also an increase in the numbers of rural settlements in the summer monsoon-dominated regions in the east, suggesting that populations adapted to changing conditions,” says Dr. Cameron Petrie, co-author and Reader in Archaeology at the University of Cambridge.

The new results are particularly exciting because they track two rainfall regimes in the same exact core. “This is a unique core, because the sediments are laminated and not disturbed by mixing by organisms (bioturbation). It has a detailed radiocarbon chronology and because proxies for both the summer and winter rainfall are recorded in the same samples, the relative timing of the two can be determined with confidence,” says Prof. David Hodell, co-author and Woodwardian Professor of Geology at the University of Cambridge.

This research has been carried out as part of an ongoing collaborative project between Banaras Hindu University, Varanasi, India, and the University of Cambridge, under the scope of the TwoRains project.

Paper: Alena Giesche, Michael Staubwasser, Cameron A. Petrie, David A. Hodell. Indian winter and summer monsoon strength over the 4.2 ka BP event in foraminifer isotope records from the Indus River delta in the Arabian Sea. Climate of the Past, 2019; 15 (1): 73 DOI: 10.5194/cp-15-73-2019

 

Das Geschäft mit der Katastrophe – wie der Klimawandel instrumentalisiert wird

FASZ am 13. Januar 2019:

Klimawandel : „So retten Sie die Welt nicht“
Bjørn Lomborg versucht im Auftrag des dänischen Staates, die kosteneffizientesten Lösungen für die Probleme der Menschheit zu finden. Er spricht über Geldverschwendung in der Energiewende, unnötigen Fleischverzicht und das tödlichste Umweltproblem der Erde.

FAZ: Herr Lomborg, auf der Welt läuft so vieles schlecht. Wenn wir die Welt retten wollen, wo müssen wir anfangen?

LOMBORG: Oh ja, die Welt steht vor vielen Problemen. Wahrscheinlich sterben jedes Jahr rund 18 Millionen Menschen, weil sie arm sind. In den Meeren schwimmt Plastik, die Erde wird immer wärmer, der Reichtum ungleicher verteilt. Viele Menschen haben keinen Zugang zu guter Bildung, in der Dritten Welt geht wahrscheinlich ein Drittel der Menschen niemals zur Schule oder ist nicht in der Lage, einfache Rechenaufgaben zu lösen. Das Problem ist: Wir haben nicht genug Geld, um alle Probleme zu lösen. Also haben wir ausgerechnet, wo wir mit begrenzten Mitteln am meisten bewirken können.

Weiterlesen in der FASZ (für Abonnenten)

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Die Temperaturentwicklung ist stark von 60-jährigen Ozeanzyklen geprägt. Bei der Berechnung des Langzeittrends muss dies berücksichtigt werden, wobei Intervalle zwischen den Zyklenmaxima oder -minima gewäht werden sollten. Bob Tisdale hat dies für Grönland getan. Und Überraschung: Der Erwärmungstrend von 1925-2012 ist nahezu Null, geschuldet der starken Erwärmung der 1930er und 40er Wärme. Details hierzu auf WUWT.

Quelle: WUWT

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WNN am 14. Mai 2019:

Polish academics urge end to Germany’s nuclear phaseout
A group of nearly 100 Polish environmentalists and scientists has written an open letter to the leadership and people of Germany asking the country to reconsider its nuclear phaseout plans.

Weiterlesen auf WNN

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Im Januar 2019 schlug ein Paper von Cheng und Kollegen in Science große Wellen. Die Ozeane erwärmen sich dramatisch schnell. Judith Curry, Roy Spencer und Nic Lewis (hier, hier und hier) fanden Unstimmigkeiten und Fehler im Paper.

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Axel Bojanowski auf Watson am 15. Februar 2019:

Das Geschäft mit der Katastrophe – wie der Klimawandel instrumentalisiert wird
Sturmschäden bei der Bahn? Versicherungen wieder teurer? Konzerne geben gerne dem Klimawandel die Schuld, auch wenn es dafür keine Belege gibt. Leider lassen sich auch Wissenschaftler dafür einspannen.

Die jüngsten Herbst- und Winterstürme führten Zugreisende an ihre Geduldsgrenzen. Der Bahnverkehr hat mit auf Schienen gestürzten Bäumen und Schnee zu kämpfen. Die Kunden nahmen es hin, immerhin ist die Bahn ja Opfer der Wetterkapriolen, die wegen des Klimawandels immer extremer werden. Oder?

Der Deutschen Bahn kommt diese Annahme entgegen. Sie verhindert, dass die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Ursachen für die vielen Behinderungen fällt, die bei der Bahn selbst zu suchen sind. Kein Wunder also, dass das Unternehmen die Interpretation «der Klimawandel ist Schuld» eifrig befeuert.

Weiterlesen auf Watson.

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Der Youtube-Kanal Adapt 2030 bringt regelmäßig Videos zum Klimawandel, darunter auch Beiträge zum solaren Minimum.

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Grüne Sahara alle 20.000 Jahre

Pressemitteilung des Massachusetts Institute of Technology vom 2. Januar 2019:

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A “pacemaker” for North African climate

Study shows the Sahara swung between lush and desert conditions every 20,000 years, in sync with monsoon activity.

The Sahara desert is one of the harshest, most inhospitable places on the planet, covering much of North Africa in some 3.6 million square miles of rock and windswept dunes. But it wasn’t always so desolate and parched. Primitive rock paintings and fossils excavated from the region suggest that the Sahara was once a relatively verdant oasis, where human settlements and a diversity of plants and animals thrived. Now researchers at MIT have analyzed dust deposited off the coast of west Africa over the the last 240,000 years, and found that the Sahara, and North Africa in general, has swung between wet and dry climates every 20,000 years. They say that this climatic pendulum is mainly driven by changes to the Earth’s axis as the planet orbits the sun, which in turn affect the distribution of sunlight between seasons — every 20,000 years, the Earth swings from more sunlight in summer to less, and back again.

For North Africa, it is likely that, when the Earth is tilted to receive maximum summer sunlight with each orbit around the sun, this increased solar flux intensifies the region’s monsoon activity, which in turn makes for a wetter, “greener” Sahara. When the planet’s axis swings toward an angle that reduces the amount of incoming summer sunlight, monsoon activity weakens, producing a drier climate similar to what we see today. “Our results suggest the story of North African climate is dominantly this 20,000-year beat, going back and forth between a green and dry Sahara,” says David McGee, an associate professor in MIT’s Department of Earth, Atmospheric and Planetary Sciences. “We feel this is a useful time series to examine in order to understand the history of the Sahara desert and what times could have been good for humans to settle the Sahara desert and cross it to disperse out of Africa, versus times that would be inhospitable like today.” McGee and his colleagues have published their results today in Science Advances.

A puzzling pattern

Each year, winds from the northeast sweep up hundreds of millions of tons of Saharan dust, depositing much of this sediment into the Atlantic Ocean, off the coast of West Africa. Layers of this dust, built up over hundreds of thousands of years, can serve as a geologic chronicle of North Africa’s climate history: Layers thick with dust may indicate arid periods, whereas those containing less dust may signal wetter eras.

Scientists have analyzed sediment cores dug up from the ocean bottom off the coast of West Africa, for clues to the Sahara’s climate history. These cores contain layers of ancient sediment deposited over millions of years. Each layer can contain traces of Saharan dust as well as the remains of life forms, such as the tiny shells of plankton.

Past analyses of these sediment cores have unearthed a puzzling pattern: It would appear that the Sahara shifts between wet and dry periods every 100,000 years — a geologic beat that scientists have linked to the Earth’s ice age cycles, which seem to also come and go every 100,000 years. Layers with a larger fraction of dust seem to coincide with periods when the Earth is covered in ice, whereas less dusty layers appear during interglacial periods, such as today, when ice has largely receded.

But McGee says this interpretation of the sediment cores chafes against climate models, which show that Saharan climate should be driven by the region’s monsoon season, the strength of which is determined by the tilt of the Earth’s axis and the amount of sunlight that can fuel monsoons in the summer.

“We were puzzled by the fact that this 20,000-year beat of local summer insolation seems like it should be the dominant thing controlling monsoon strength, and yet in dust records you see ice age cycles of 100,000 years,” McGee says.

Beats in sync

To get to the bottom of this contradiction, the researchers used their own techniques to analyze a sediment core obtained off the coast of West Africa by colleagues from the University of Bordeaux — which was drilled only a few kilometers from cores in which others had previously identified a 100,000-year pattern.

The researchers, led by first author Charlotte Skonieczny, a former MIT postdoc and now a professor at Paris-Sud University, examined layers of sediment deposited over the last 240,000 years. They analyzed each layer for traces of dust and measured the concentrations of a rare isotope of thorium, to determine how rapidly dust was accumulating on the seafloor.

Thorium is produced at a constant rate in the ocean by very small amounts of radioactive uranium dissolved in seawater, and it quickly attaches itself to sinking sediments. As a result, scientists can use the concentration of thorium in the sediments to determine how quickly dust and other sediments were accumulating on the seafloor in the past: During times of slow accumulation, thorium is more concentrated, while at times of rapid accumulation, thorium is diluted. The pattern that emerged was very different from what others had found in the same sediment cores.

“What we found was that some of the peaks of dust in the cores were due to increases in dust deposition in the ocean, but other peaks were simply because of carbonate dissolution and the fact that during ice ages, in this region of the ocean, the ocean was more acidic and corrosive to calcium carbonate,” McGee says. “It might look like there’s more dust deposited in the ocean, when really, there isn’t.”

Once the researchers removed this confounding effect, they found that what emerged was primarily a new “beat,” in which the Sahara vacillated between wet and dry climates every 20,000 years, in sync with the region’s monsoon activity and the periodic tilting of the Earth.

“We can now produce a record that sees through the biases of these older records, and so doing, tells a different story,” McGee says. “We’ve assumed that ice ages have been the key thing in making the Sahara dry versus wet. Now we show that it’s primarily these cyclic changes in Earth’s orbit that have driven wet versus dry periods. It seems like such an impenetrable, inhospitable landscape, and yet it’s come and gone many times, and shifted between grasslands and a much wetter environment, and back to dry climates, even over the last quarter million years.”

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Das Paper von Skonieczny et al. 2019 erschien in Science Advances:

Monsoon-driven Saharan dust variability over the past 240,000 years
Reconstructions of past Saharan dust deposition in marine sediments provide foundational records of North African climate over time scales of 103 to 106 years. Previous dust records show primarily glacial-interglacial variability in the Pleistocene, in contrast to other monsoon records showing strong precessional variability. Here, we present the first Saharan dust record spanning multiple glacial cycles obtained using 230Th normalization, an improved method of calculating fluxes. Contrary to previous data, our record from the West African margin demonstrates high correlation with summer insolation and limited glacial-interglacial changes, indicating coherent variability in the African monsoon belt throughout the late Pleistocene. Our results demonstrate that low-latitude Saharan dust emissions do not vary synchronously with high- and mid-latitude dust emissions, and they call into question the use of existing Plio-Pleistocene dust records to investigate links between climate and hominid evolution.

 

Unangenehme Hitze im Mittelmeer vor 10.000 Jahren

Focus am 3. Januar 2019:

Forscher lösen Rätsel der größten Katastrophe des Mittelalters

Kein Krieg und keine Seuche, die den Kontinent beherrschte – nichts soll so schlimm gewesen sein wie das dunkle, kalte und sonnenlose Jahr 536. Das sagen US-Forscher. Sie haben das Rätsel um zahlreiche schicksalhafte Naturphänomene gelöst und die Hintergründe des Katastrophenjahrs 536 aufgedeckt.

„Die Sonne, ohne Strahlkraft, leuchtete das ganze Jahr hindurch nur wie der Mond und machte den Eindruck, als ob sie fast ganz verfinstert sei.“ So äußerte sich der frühbyzantinische Historiker Prokopius im 6. Jahrhundert nach Christus. Vor rund 1500 Jahren wurden weite Teile Europas, des mittleren Ostens und Teile Asiens über 18 Monate lang von einem mysteriösen Nebel umhüllt. Monatelang bekamen die Menschen in diesen Regionen keine Sonne zu sehen.

Die Abwesenheit der Sonne hatte einen massiven Klimawandel zu Folge, allerdings genau andersherum, als wir ihn heutzutage erleben: Das Jahrzehnt wurde von langen Kälteperioden beherrscht und die Durchschnittstemperaturen lagen auch in den Sommermonaten nur bei 1,5 bis 2,5 Grad Celsius. Missernten, Dürren und damit verbundene Hungersnöte waren die Folge. Insgesamt handelt es sich bei dem Jahrzehnt nach 536 bis heute um das kälteste der vergangenen 2300 Jahre.

Weiterlesen im Focus

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Der allergrößte Teil der Klimaaktivisten bezieht seine Informationen aus den Medien. Nur selten wird jemand seine Nase in die Original-Fachliteratur stecken, in der Hoffnung, dass Rahmstorf, Latif und Co. die Öffentlichkeit doch sicher ausgewogen über die wissenschaftlichen Funde informieren wird. Aber ist das wirklich so? Gibt die Presse mit seinen angeschlossenen Beratern einen repräsentativen Überblick über die Ergebnisse der Klimaforschung? Wir machen die Probe aufs Exempel und schauen in eine Arbeit von Martrat et al. 2014 zur Temperaturentwicklung des Alboran Meers im spanischen Teil des Mittelmeers während der vergangenen 25.000 Jahre.

Im Folgenden ein Ausschnitt aus Abbildung 2 des Papers. Schauen Sie oben auf die mit “B” gekennzeichnete Temperaturkurve. Es handelt sich um eine Rekonstruktion der Meeresoberflächentemperatur (sea surface temperature, SST) des Alboran Meeres. Die x-Achse gibt die Jahre vor ‘heute’ wieder, links alt, rechts heute. Von 25.000-12.000 Jahre vor heute war das Meer sehr kalt. Das war während der letzten Eiszeit. Dann schnellten die Temperaturen rapide nach oben. Die wärmste Zeit war vor 10.000 Jahren als Jahresdurchschnittswerte von 20°C erreicht wurden. In der Folge kühlte sich das Meer bis heute nahezu stetig um 2°C ab. Die heutigen Temperaturen liegen bei 18°C. Viel Platz für die Klimakatastrophe mit “noch nie dagewesenen Heißtemperaturen” lässt diese Entwicklung wahrlich nicht. Wir sehen: Es lohnt sich, ab und zu die harten Daten anzuschauen, auch wenn es mühsam ist. Vorschlag für den Erdkundeunterricht: Ein paar Stunden Klimageschichte könnten den Schülern vielleicht gar nicht schaden…

 

Abbildung: Temperaturentwicklung des Alboran Meeres (südlich von Spanien) während der letzten 25.000 Jahre. Siehe obere Kurve (“B”). Quelle: Martrat et al. 2014

 

Eine kleine CO2 Horror-Geschichte

Das Umweltbundesamt hat im März 2018 eine Studie mit dem TitelGendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik: Forschungsreview, Analyse internationaler Vereinbarungen, Portfolioanalyse” veröffentlicht. Das pdf kann kostenfrei hier heruntegeladen werden. Dieter Nuhr nahm die Arbeit in seiner Sendung Nuhr im Ersten am 9. Mai 2019 treffend aufs Korn. Nicht versäumen, in der ARD-Mediathek hier anzuschauen, ab Minute 34 im Online-Video.

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Leute, schreibt mehr Leserbriefe und Eingaben an die Runfunkräte. Manfred Büchel geht mit gutem Beispiel voran. Im Liechtensteiner Volksblatt erinnerte an seltsam falsche Schneeprognosen (auf Seite 6 im pdf hier).

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Positionspapier der Bayerischen Chemiverbände aus dem Februar 2019 (pdf hier):

POSITIONSPAPIER

Auswirkungen der aktuellen Energiepolitik auf die energieintensive chemische Industrie in Bayern

Die chemische Industrie in Bayern mit ihren rund 400Unternehmen beschäftigt ca.90.000 Menschen direkt in sehr gut bezahlten Industriearbeitsplätzen. Davon arbeiten ca.20.000 in rund20Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck. Noch einmal doppelt so viele Arbeitsplätze hängen indirekt im Rahmen von Wertschöpfungs-ketten, Handwerk und Dienstleistungen von derchemischenIndustrie ab. Nicht nur die Entwicklung des Freistaats Bayern vom Agrarstaat zum Industrieland (27% Industrieanteil am BIP) zeigt, dass die sichere und kostengünstige Versorgung mit Energie –insbesondere Strom –eine der wesentlichsten Grundlagenwirtschaftlichen Erfolgs und gesellschaftlichen Wohlstands war und ist. Sprechen wir über sichere und bezahlbare Stromversorgung, dann reden wir an erster Stelle nicht über die 25% des deutschen Stromverbrauchs, der auf die privaten Haushalte entfällt, der aber in der öffentlichen Diskussion meist im Mittelpunkt steht, sondern über einen Anteil von 45%, den die Industrie benötigt.

Allein die rund 20 Chemieunternehmen im Chemiedreieck haben einen Strombedarf von ca. 5TWh/Jahr–das ist fast 1% des gesamten deutschen Stromverbrauchs und rund doppelt soviel, wie die privaten Haushalteder Stadt Münchenim Jahr verbrauchen. Der größte Verbraucher ist hier dieWacker Chemie AG in Burghausen mit ca.3TWh/Jahr–das sind rund 0,6% des gesamten deutschen Stromverbrauchs. Benötigt wird der Strom dort zum überwiegenden Teil zur Herstellung vonpolykristallinem Silizium für die Solarindustrieund hochreinem Silizium für die Halbleiterindustrie (Stichwort: Digitalisierung). Von den rund 8.000 Menschen, die allein bei der Wacker ChemieAG in Burghausen beschäftigt sind, arbeiten rund 2.000 in der Produktion und den indirekten Bereichen des Geschäftsbereichs Polysilicon. Das sind wertvolle Industriearbeitsplätze, die aufgrund der energieintensiven Produktion ganz besonders von einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung abhängen. Wenn es um die chemisch-pharmazeutische Industrie geht, muss uns auch bewusst sein, dass sie diejenige Industrieist, die bereits jetzt und in Zukunft die Lösungen für die sogenannte Energiewende liefern sol l- neben ihrem Lösungsbeitrag zu vielen anderen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft, wie z.B. (Elektro-) Mobilität, Leichtbau, Digitalisierung, Ernährung, Gesundheit, etc. Denken wir nur an Solarenergie (Polysilizium), Windenergie (Kunststoff-Verbundwerkstoffe) oder Speichertechnologie (Batterietechnologie, Power-to-X)! Dabei ist die chemische Industrie aufgrund ihrer Produktionsprozesse auf eine sichere, grundlastfähige Energieversorgungrund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr unterbrechungsfrei im Millisekundenbereich angewiesen!

Weiterlesen auf der Webseite der Bayerischen Chemieverbände (pdf hier).

Siehe hierzu auch den folgenden Artikel auf pnp.de vom 29. April 2019:

“Laufzeitverlängerung nicht ausschließen”
Drohende Engpässe in der Stromversorgung und Preissteigerungen für die Chemiebetriebe der Region mit ihren rund 20 000 Arbeitsplätzen: Die Bayerischen Chemieverbände haben mit einem Positionspapier an die Staatsregierung deutlich auf die Risiken für die Standorte hingewiesen. Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Chemieverbände, erklärt, warum.

Weiterlesen auf pnp.de

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Eine kleine CO2 Horror-Geschichte:

 

 

Werden aus wissenschaftlichen Universitäten nun grüne Universitäten?

Von Bruno Hublitz

Am 4. Mai 2019 erschien im Lokalteil der Erlanger Nachrichten ein Interview mit Professor Dr. Bärbel Kopp, die sich der Friday for Future (FFF)- bzw. Scientists for Future (S4F)-Bewegung angeschlossen hat. Prof. Kopp ist Vizepräsidentin der Friedrich Alexander Universität Erlangen/Nürnberg, die mit 40.000 Studenten die zweitgrößte Universität in Bayern, nach der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) ist. Als Professorin für Grundschulpädagogik gehören die Klimawissenschaften aber offenbar nicht wirklich zu Prof. Kopps Spezialgebiet… Hier einige Auszüge aus dem Interview:

EN: Frau Professor Kopp, wie wichtig ist es in Zeiten von Klimawandel-Leugnern und militanten Impfgegnern, dass sich Wissenschaftler in Debatten öffentlich einbringen?

Bärbel Kopp: Das ist natürlich sehr wichtig, weil man bei aller Wissenschaftskritik ja davon ausgehen muss, das man Aussagen evidenzbasiert trifft, also auf der Grundlage von Erkenntnissen und nicht auf der Grundlage von reinen Vermutungen und Glaubenssätzen. Da haben Wissenschaftler einfach etwas zu sagen und wenn sie nicht wirklich sicher sind, werden sie das auch immer einräumen.

EN: Haben ältere Wissenschaftler den Anstoß der jüngeren Generation gebraucht, um sich laut zu Wort zu melden?

Bärbel Kopp: Nein, ich glaube, dass Wissenschaftler sich immer mit ihren Sachen zu Wort gemeldet und auf den entsprechenden Fachtagungen ihre Erkenntnisse publiziert haben. Aber dass es jetzt diese Bewegung Scientists for Future gibt, das ist mit Sicherheit durchaus auch mit angestoßen durch die Initiative der jungen Leute .

EN: Wie wollen Sie an der Friedrich-Alexander-Universität die FFF-Bewegung weiterhin unterstützen ?

Bärbel Kopp: Das werden wir mal sehen, ich finde es sehr schön, dass die Studierenden jetzt den Ball aufgenommen haben und sich an der Bewegung beteiligen. Wir werden jetzt im Dialog bleiben und sehen, was sich daraus entwickelt.

EN: Ist es eine Hoffnung, dass sich die Jungen, die jetzt für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen, sich auch später engagieren?  

Bärbel Kopp: Das ist meine prinzipielle Hoffnung generell, wenn ich über Bildung nachdenke, insbesondere auch über Bildung von Studierenden, die nicht nur da sind, um Qualifikationen zu erwerben, sondern die ja sehr wohl auch in all ihren Studiengängen, egal wo, lernen müssen und lernen werden, dass sie Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.

Beendet wird der Artikel mit einem Hinweis zur Erlanger Scientists for Future-Gruppe, zum Link der “Scientists-Bewegung” und dem Hinweis, dass die nächste FFF-Demonstration am 24. Mai 2019 mit einer abschließenden Mahnwache stattfindet. Der Autor hat dem Rat der Erlanger Nachrichten gefolgt und sich die s4f-Seite angeschaut, insbesondere die Rubrik “Fakten”. Insgesamt 24 Punkte werden aufgelistet und da kommt man natürlich ins Grübeln.

1. Weltweit ist die Durchschnittstemperatur bereits um etwa 1 °C angestiegen (relativ zu 1850–1900). Rund die Hälfte des Anstiegs erfolgte in den letzten 30 Jahren.

2. Weltweit waren die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

3.  Der Temperaturanstieg ist nahezu vollständig auf die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen zurückzuführen.

4. Bereits mit der aktuellen Erwärmung sind wir in vielen Regionen mit häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen konfrontiert.

5. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zudem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit. Neben den oben genannten direkten Folgen sind dabei auch indirekte Folgen der globalen Erwärmung wie Ernährungsunsicherheit und die Verbreitung von Krankheitserregern und ‑überträgern zu beachten.

(………)

24.  Stark sinkende Kosten und steigende Produktionskapazitäten für bereits einge­führte klimafreundliche Technologien machen eine Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu einem vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem be­zahlbar und schaffen neue ökonomische Chancen.

Zu Nr. 1           Das ist unter allen Personen, die sich ernsthaft mit der Thematik beschäftigen, unbestritten. Dass der Mensch eine ebenso schwer zu quantifizierende Rolle mitspielt wird auch nicht in Zweifel gestellt. Aus wissenschaftlicher Sicht liegt es selbstverständlich auf der Hand dieses Naturphänomen mit all den heute zur Verfügung stehenden Methoden und Instrumentarien exakt zu erforschen.

Zu Nr. 2           Betrachtet man den Zeitraum nach der letzten Eiszeit, dem heutigen Holozän, fehlt jeglicher Hinweis, daß es in diesem Zeitraum mehrere Wärme- und darauf folgende Kälteperioden gab.
Bewertung: Die von S4F vermutlich bewusst geführte Einschränkung auf den kurzen Zeitabschnitt der beginnenden umfangreichen instrumentellen Wetteraufzeichnungen ab dem 19. Jahrhundert ist eine wissenschaftliche Halbwahrheit.

Zu Nr. 3           Diese Aussage ist das Resultat der Klima-Computerprogramme und deren Annahmen, wie sie in den IPCC-Sachstandsberichten und sonstigen Sonderberichten veröffentlicht werden. Es ist festzustellen, dass es bei der Betrachtung von Klima-Ereignissen unzählige Diskrepanzen und Unsicherheiten gibt, die in diesem Blog KalteSonne täglich minutiös veröffentlicht und dokumentiert werden. Basis hierfür sind unzählige Publikationen in anerkannten wissenschaftlichen Zeitschriften.
Die Unsicherheit erwähnt der IPCC beispielsweise selbst. Im Kapitel 5.3.5 besagt der IPCC, dass die Computerprogramme die vergangenen Wärme- und Kälteperioden vor dem ominösen CO2-produziereneden Industriezeitalter überhaupt nicht reproduzieren können.

Zu Nr. 4           Auch hier sei auf die IPCC-Sachstandsberichte verwiesen, beispielsweise Dürren [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50]: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”, sowie in [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2.6, Seite 215]: “In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.” (Dank an Professor Dr. Horst-Joachim Lüdecke für die Zusammenstellung, nachzulesen unter EIKE).

Zu Nr. 5           Wärmeperioden waren immer Blütezeiten menschlicher Kulturen. Kälteperioden waren geprägt von Missernten und Hungersnöten die letztlich zu einem Bevölkerungsschwund geführt haben. Hervorragend aufbereitet vom Historiker Professor Dr. Wolfgang Behringer in seinem Buch ” Kulturgeschichte des Klimas“, erschienen im C. H. Beck-Verlag, immerhin in fünf weiteren Sprachen übersetzt. Da der Alarmismus-Klientel nicht passend, von Herrn Schellnhuber als unwissenschaftlich abqualifiziert (sofern man Wikipedia vertrauen kann).

Punkt Nr. 6 und die weiteren Punkte bis Nr. 23 leiten sich mehr oder weniger von Punkt 3 ab.

Zu Nr. 24          Für die Grundschullehrer von Frau Professor Dr. Kopp wird es ein leichtes sein auszurechnen wie viele Windräder, Photovoltaik-Anlagen, Stromleitungen, Elektrolyse-Anlagen (der Autor selbst arbeitet seit 20 Jahren an dieser Technologie) Wasseraufbereitungs-Anlagen für die Elektrolyse-Anlagen, Wasserstofftanks, Batterien, Methanisierungs-Anlagen, Speicherkavernen für Methan, Brennstoffzellen und Gasturbinen für synthetisches Gas weltweit benötigt werden. Was man mit der Abwärme macht, müssen sie sich noch heftig den Kopf zerbrechen. Stand der Technik heute, Elektrolyseure haben einen Wirkungsgrad von 50%, Methanisierungs-Anlagen 80%, Brennstoffzellen ähnlich den Elektrolyseuren 50% und Gasturbinen 40%.

Der Autor ist kein gelernter oder praktizierender Klima-Wissenschaftler. Die Technische Universität München hat ihm das Diplom eines Ingenieurs für Maschinenbau verliehen. In dieser Sparte gelten wie im Klima beispielsweise die gleichen Naturgesetze der Thermodynamik. Die Komplexität und die Stochastik sind gegenüber dem Klima sicherlich wesentlich einfacher, aber man erlernt ein Gefühl dafür.

“……….. und schaffen neue ökonomische Chancen”. Hand aufs Herz, ist das nicht angesichts aller Unwägbarkeiten ein übertriebener Pathos?

Dazu passend der aktuell erschienene Artikel in der Süddeutschen Zeitung, Rubrik WISSEN(-schaft?), vom 07. Mai 2019: Wetter oder Klima? Schnee-Rekorde im Mai: Weshalb es gerade so kalt ist. Zitat:

“……In diesem Jahr wäre die Kälte lediglich ein paar Tage zu früh dran, wobei auf den traditionellen Kälteeinbruch zu den Eisheiligen in den vergangenen Jahrzehnten nicht mehr viel Verlass war. Allerdings ist auch ein Einfluss des Klimawandels auf Kälteeinbrüche denkbar. Denn sie entstehen durch große Wellen im sogenannten Jetstream, ……….”.

Was täte die Menschheit ohne Konjunktiv?